SLANG Radio stellt zum 21.12. den Sendebetrieb ein

Wie seit heute auf der SLANG-Radio-Homepage zu lesen ist, stellen wir zum 21. Dezember 2014 den Sendebetrieb ein. Gründe hierfür gibt es einige, wobei an dieser Stelle nur der Wichtigste genannt sein soll. Da einer der Haupt-Initiatoren des Senders zum Jahresende seine Mitarbeit aufgeben muss, stünden uns ab Januar nur noch unzureichende Mittel für einen reibungslosen und vor allem lohnenswerten Sendebetrieb zur Verfügung. Zwar gab es noch einige überdenkenswerte Ideen, den Sendebetrieb weiterzuführen. Am Ende ist es aber nur allzu verständlich, dass Sascha Lang, Initiator unseres Senders, sich mit seiner Mission, behindertenspezifische Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, in andere Richtungen wenden möchte.

Für mich gehen damit mehr als drei Jahre Radioerfahrung vorbei, die ich in einem sehr angenehmen Team ohne allzu große Streitereien verbringen durfte. Als ich im Herbst 2011 zunächst als Comoderator ins Team von SLANG Radio einstieg, war ich noch etwas skeptisch, ob ich als unterhaltungsorientierter Moderator bei einem solchen Projekt überhaupt gut aufgehoben bin. Auch wenn ich natürlich ein Interesse daran habe, dass die Belange behinderter Menschen in die Öffentlichkeit gebracht werden, war ich nie ein „Kämpfer an vorderster Front“. Es gibt andere Menschen, die darin sehr viel talentierter sind und auch viel mehr erreichen können. Doch SLANG Radio bestand ja nicht nur aus Informationssendungen, sondern auch aus Musik, zu der ich schon bald meinen bescheidenen Teil beitragen konnte. „Frei wie der Wind, die „Mr.-Brandy-Show“, der „SLANG Treff“ und zuletzt auch „Rock It!“ waren Sendungen, an denen ich mich beteiligen konnte oder die unter meiner eigenen Redaktion standen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, bei SLANG Radio zu arbeiten. Gern erinnere ich mich an die Berichterstattung zu den paralympischen Spielen 2012 in London zurück, an comoderierte und nicht selten chaotische Sendungen, an unzählige Pannen und Versprecher oder an unsere Teamkonferenzen, in denen so manche Spinnerei entstand und nicht selten ihren Weg ins Programm fand. Wie überall gab es auch bei uns die ein oder andere Krise, von denen aber jede mit einem Team gemeistert werden konnte, das sich bis zuletzt keinen persönlichen Zerwürfnissen hingegeben hat und sich in der Hoffnung auf ein baldiges Wiederhören auf anderen Stationen am Jahresende trennen wird. Wie leicht das Wiederhören – auch für meine Sendungen – jedoch sein wird, muss sich erst noch herausstellen. Doch bis dahin bleibt noch etwas Zeit und viele Stunden Programm, die ich euch natürlich gern liefern werde.
Danach aber heißt es mal wieder: Robbe sucht Radio!

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Über Radiorobbe

Lichtloser Gelegenheitsblogger aus dem Norden Brandenburgs. Schreibt übers Radiomachen, Technik aller Art und gelegentlich seine persönlichen Meinungen.